Rassestandard:VA_7_BSZS_2009_Remo_vom_Fichtenschlag

Der Deutsche Schäferhund:

Fassung des Standards 1993,
herausgegeben vom Verein für Deutsche Schäferhunde ( SV ) e.V., 

Augsburg, im Verband für das Deutsche Hundwesen ( VDH ).

 

Allgemeines Erscheinungsbild:

Der Deutsche Schäferhund ist mittelgroß, leicht gestreckt, kräftig und
gut bemuskelt, 
die Knochen trocken und das Gesamtgefüge fest.

 

Wichtige Maßverhältnisse:

Die Widerristhöhe beträgt für Rüden 60 cm bis 65 cm, bei Hündinnen 55 cm bis 60 cm . 

Die Rumpflänge übertrifft das Maß der Widerristhöhe um etwa 10 - 17 %.

 

Wesen:

Der Deutsche Schäferhund muss vom Wesensbild her ausgeglichen, nervenfest, selbstsicher, absolut unbefangen und ( außerhalb einer Reizlage ) gutartig sein, dazu aufmerksam und führig. 

Er muss Mut, Kampftrieb und Härte besitzen, um als Begleit - ,Wach - , Schutz- , Dienst - , und Hütehund geeignet sein.

 

 Kopf:

Der Kopf ist keilförmig, der Körpergröße entsprechend ( Länge etwa 40 % der Widerristhöhe ), ohne plump zu sein oder überstreckt zu sein, in der Gesamterscheinung trocken, zwischen den Ohren mäßig breit. Die Stirn ist von vorn und von der Seite gesehen nur wenig gewölbt und ohne oder nur schwach angedeuteter Mittelfurche. 

Das Verhältnis von Oberkopf zu Gesichtsteil beträgt 50 % zu 50 %. 
Die Oberkopfbreite entspricht in etwa der Oberkopflänge. 
Der Oberkopf geht ( von oben gesehen ) von den Ohren zur Nasenkuppe sich gleichmäßig verjüngend mit schräg verlaufendem, nicht scharf ausgebildetem Stirnabsatz in den keilförmig verlaufenden Gesichtsteil ( Fangteil ) des Kopfes über. 
Ober - und Unterkiefer sind kräftig ausgebildet. Der Nasenrücken gerade, eine Einsattelung oder Aufwölbung ist nicht erwünscht. Die Lippen sind straff, gut schließend und von dunkler Färbung.
 

Die Nase :

Die Nase muss schwarz sein.

 

Das Gebiss:

Das Gebiss muss kräftig, gesund und vollständig sein ( 42 Zähne gemäß der Zahnformel ). 

Der Deutsche Schäferhund hat ein Scherengebiß, d.h die Schneidezähne müssen scherenartig ineinandergreifen, wobei die Schneidezähne des Oberkiefers scherenartig die des Unterkiefers unterschneiden. Auf - , Vor - und Rückbeißen ist fehlerhaft, ebenso größere Zwischenräume zwischen den Zähnen ( lückenhafte Stellung ). Fehlerhaft ist ebenso die gerade Zahnleiste der Schneidezähne. Die Kieferknochen müssen kräftig entwickelt sein, damit die Zähne tief in die Zahnleiste eingebettet sein können.
 

Augen:

Die Augen sind mittelgroß, mandelförmig, etwas schrägliegend und nicht hervortretend. 

Die Farbe der Augen soll möglichst dunkel sein. Helle, stechende Augen sind nicht erwünscht, da sie den Ausdruck des Hundes beeinträchtigen.
 

Ohren:

Der Deutsche Schäferhund hat Stehohren von mittlerer Größe, die aufgerichtet und gleichgerichtet getragen werden ( nicht seitwärts eingezogen ), sie sind spitz auslaufend und mit der Muschel nach vorn gestellt. Kippohren und Hängeohren sind fehlerhaft. In der Bewegung bzw. in der Ruhestellung nach hinten angelegt getragene Ohren sind nicht fehlerhaft.

 

Hals:

Der Hals soll kräftig, gut bemuskelt und ohne lose Kehlhaut ( Wamme ) sein. 

Die Zuwinkelung zum Rumpf ( Horizontale ) beträgt ca. 45 °.
 

Körper:

Die Oberlinie verläuft vom Halsansatz an über den gut ausgebildeten Widerrist und über den zur Horizontalen ganz leicht abfallenden Rücken bis zur leicht abfallenden Kruppe ohne sichtbare Unterbrechung. Der Rücken ist fest, kräftig und gut bemuskelt. 

Die Kruppe soll lang und leicht abfallend sein ( ca. 23 ° zur Horizontalen ) und ohne Unterbrechung der Oberlinie in den Rutenansatz übergehen.
 

Brust:

Die Brust soll mäßig breit sein, die Unterbrust möglichst lang und ausgeprägt. 

Die Brusttiefe soll etwa 45 - 48 % der Widerristhöhe betragen. 
Die Rippen sollen mäßige Wölbungen ausweisen, tonnenförmige Brust ist ebenso fehlerhaft wie Flachrippigkeit.
 

Rute:

Die Rute reicht mindestens bis zum Sprunggelenk, jedoch nicht über die Mitte des Hintermittelfußes heraus. Sie ist an der Unterseite etwas länger behaart und wird in sanft herabhängenden Bögen getragen, wobei sie in der Erregung und in der Bewegung stärker angehoben und getragen wird, jedoch nicht über die Horizontale hinausgeht. Opperative Korrekturen sind verboten.

 

Gliedmaßen:

Vorhand:

Die Vordergliedmaßen sind von allen Seiten gesehen gerade, von vorn her gesehen absolut parallel. Schulterblatt und Oberarm sind von gleicher Länge und mittels kräftiger Bemuskelung fest am Rumpf angelagert. Die Winkelung von Schulterblatt und Oberarm, beträgt  im Idealfall 90°, im Regelfall 110°. Die Ellenbogen dürfen weder im Stand noch in der Bewegung ausgedreht werden und ebenso nicht eingedrückt sein. Die Unterarme sind von allen Seiten gesehen gerade und zueinander absolut parallel stehend, trocken und fest bemuskelt. Der Vordermittelfuß hat eine Länge von ca. ein Drittel des Unterarms und hat einen Winkel von ca. 20 ° - 22° zu diesem. Sowohl ein zu schräg stehender Vordermittelfuß ( mehr als 22 ° ) als auch ein zu steil stehender Vordermittelfuß ( weniger als 20 ° ) beeinträchtigen die Gebrauchseignung, inbesondere die Ausdauerfähigkeit. Die Pfoten sind rundlich, gut geschlossen und gewölbt, die Sohlen hart, aber nicht spröde. Die Nägel sind kräftig und von dunkler Farbe.

 

Gangwerk:

Der Deutsche Schäferhund ist ein Traber, die Gliedmaßen müssen in Länge und Winkelungen so aufeinander abgestimmt sein, dass er ohne wesentliche Veränderungen der Rückenlinie die Hinterhand bis zum Rumpf hin verschieben und die Vorhand genausoweit ausgreifen kann. Jede Neigung zur Überwinkelung der Hinterhand mindert die Festigkeit und die Ausdauer und damit die Gebrauchstüchtigkeit. Bei korrekten Gebäudeverhältnissen und Winkelungen ergibt sich ein raumgreifendes, flach über dem Boden gehendes Gangwerk, das den Eindruck müheloser Vorwärtsbewegungen vermittelt. Bei einem nach vorn geschobenen Kopf und leicht angehobender Rute ergibt sich bei einem gleichmäßigen und ruhigen Trab eine von den Ohrenspitzen über den Nacken und Rücken bis zum Rutenende verlaufende weichgeschwungene und nicht unterbrochene Rückenlinie.

 

Haut:

Die Haut ist ( lose ) anliegend, ohne jedoch Falten zu bilden.

Haarkleid:

Beschaffenheit des Haares:

Der Deutsche Schäferhund wird in den Haarvarietäten Stockhaar und Langstockhaar -beide mit Unterwolle- gezüchtet.

Stockhaar:

Das Deckhaar soll möglichst dicht, gerade harsch und fest anliegend sein. Am Kopf, einschließlich des Ohrinneren,an der Vorderseite der Läufe, an Pfoten und Zehen kurz, am Hals etwas länger und stärker behaart. An der Rückseite der Läufe verlängert sich das Haar bis zum Vorderfusswurzelgelenk bzw. bis zum Sprunggelenk, an der Rückseite der Keulen bildet es mässige Hosen.

Langstockhaar mit Unterwolle:

Das Deckhaar soll lang, weich und nicht fest anliegend sein, mit Fahnen an den Ohren und Läufen, buschige Hosen und buschige Rute mit Fahnenbildung nach unten. Am Kopf einschliesslich des Ohrinnern, an der Vorderseite der Läufe, am Pfoten und Zehen kurz, am Hals länger und stärker behaart, nahezu eine Mähne bildend. An der Rückseite der Läufe verlängert sich das Haar bis zum Vorderfußwurzelgelenk bzw. bis zum Sprunggelenk und bildet an der Rückseite der Keulen deutliche Hosen.

 

Farben:

Schwarz mit rotbraunen, braunen, gelben bis hellgrauen Abzeichen. Schwarz einfarbig, grau mit dunklerer Wolkung, schwarzem Sattel und Maske. Unaufällige, kleine weiße Brustzeichen, sowie helle Innenseiten sind zugelassen, aber nicht erwünscht. Die Nasenkuppe muss bei allen Farbschlägen schwarz sein. Fehlende Maske, helle bis stechende Augenfarbe sowie bis weißliche Abzeichen an Brust und Innnenseiten, helle Krallen und rote Rutenspitze sind als Pigmentschwäche zu bewerten. Die Unterwolle zeigt einen leichten Grauton. Die Farbe weiß ist nicht zugelassen.

Größe \ Gewicht:

Rüden:   Widerristhöhe  60 - 65 cm 

Gewicht: 30 kg bis 40 kg

Hündinnen: Widerristhöhe: 55cm bis 60 cm 

Gewicht: 22 kg bis 32 kg

Hoden: Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

Fehler:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis  zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Schwere Fehler:

Abweichungen von den vorstehend beschriebenen Rassekennzeichen, die die Gebrauchsfähigkeit beeinträchtigen. 

Ohrenfehler : Seitlich zu tief angesetzte Ohren, Kippohren, Schildspannerstellung der Ohren, nicht gefestigte Ohren. 
Erhebliche Pigmentmängel. Stark beeinträchtigte Gesamtfestigkeit.

Zahnfehler:

Alle Abweichungen vom Scherengebiß und der Zahnformel, soweit es sich nicht um ausschließende Fehler ( siehe folgendes ) handelt.

Ausschließende Fehler:

a) Wesensschwache, bissige und nervenschwache Hunde.

b) Hunde mit nachgewiesener " schwerer HD "

c) Monorchiden und Kryptorchiden sowie Hunde mit deutlich ungleichen bzw. verkümmerten Hoden.

d) Hunde mit entstellenden Ohren -  bzw. Rutenfehlern.

e) Hunde mit Mißbildungen.

f) Hunde mit Zahnfehlern bei Fehlen von : 

1mal Prämolar 3 und ein weiterer Zahn, oder 
1 Prämolar 4, oder 1 Molar 1 bzw. Molar 2, oder 
insgesamt 3 Zähne und mehr.

g) Hunde mit Kiefermängeln; Rück- oder Vorbiss von 2mm und mehr, Aufbeißen im gesamten Schneidezahnbereich.

h) Hunde mit Über - bzw. Untergröße von mehr als 1cm.

i) Albinismus

j) Die Haarfarbe weiß (auch bei dunklen Augen und Nägeln )

k) Langstockhaar ohne Unterwolle.

l) Langhaar ( langes, weiches Deckhaar ohne Unterwolle, meist auf der Rückenmitte gescheitelt, Fahnen an Ohren, Läufen und an der Rute ). 

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